Schlacht auf 64 Feldern

Am Nachmittag des 1. Mai machten sich vier Schülerinnen und Schüler unserer Schule, Lotte Nönnig, Anton Heußner, Matthes Brauer und Frida Lahne (nach Brettreihenfolge), begleitet von zwei Elternteilen, auf den Weg, um bei der deutsche Schulschachmeisterschaft ihr Bestes zu geben. Die Vier qualifizierten sich für den Wettbewerb, indem sie zuvor den zweiten Platz in der Landesschulschachmeisterschaft belegten. Das dreitägige Turnier, beginnend am 2. Mai, wurde von der SJ Herborn 1988 in Bad Homburg ausgerichtet. Angefangen mit vier Runden am Freitag, wurden an den Tagen danach nur zwei beziehungsweise drei Runden pro Tag bei einer Bedenkzeit von 30 Minuten pro Partie und pro Spieler gespielt. Jedes Team besteht üblicherweise aus 4 Spielern, wobei jeder Spieler einzeln den jeweiligen Gegner besiegen muss.

Während der Spiele war es so leise, dass man die Gehirne der Schüler rattern hören konnte. Das war auch gut so, denn Schach als anerkannte Denksportart, benötigt die volle Aufmerksamkeit der Spieler, damit sie keine Fehler machen. An den Nachmittagen hatten unsere Schollaner noch genügend Zeit, die Stadt unsicher zu machen. Nicht nur auf dem Schachbrett, sondern auch bei den Parcours der Minigolfanlage haben sie geschickt gespielt und Lotte zum Sieger des kleinen Minigolfturniers gekürt. Die Jugendherberge bot viel Platz zum Entfalten – von großen, lichtdurchfluteten Gemeinschaftsräumen mit frei verfügbaren Brettspielen bis hin zu einem riesigen Garten mit Tischtennisplatten. Besonders das Schokomüsli am Morgen verzauberte täglich die Herzen der Sechstklässler und gab ihnen genug Energie für die Spiele. Ein Highlight der anstrengenden und zugleich schönen Schachtage war auf jeden Fall das Grillfest am vorletzten Abend. Beendet wurde dieser mit den allabendlichen Runden Werwolf, sodass sich anschließend alle in ihre warmen Doppelstockbetten verziehen konnten, um für den nächsten Tag gewappnet zu sein. Morgens um 7 lockte die Spielfreude die jungen Schachspieler aus den Betten und nach einem guten Frühstück bereiteten sie sich für die letzten Spiele vor. Um 8.30 Uhr nahmen die begeisterten Schachspieler ihre Plätze ein, um in den letzten Runden noch das Ruder zu reißen und um möglichst viele Punkte für das Team zu holen. Mit Acht Mannschaftspunkten erkämpften sich Matthes, Frida, Anton und Lotte voller Anstrengung und Elan  den 21. Platz von den 36 besten Schulen aus ganz Deutschland.

Text: Paula Lahne, Frida Lahne

Bild: gemeinfrei

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